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FullFat 09

Dieter Ilg OTELLO

im Handel (Vertrieb edelkultur)

Dieter Ilg ist so etwas wie das große „Bassword“ des deutschen Jazz. Wie kaum ein zweiter Bassist versteht er es, in den Kategorien und Möglichkeiten seines Instruments zu denken und es damit für alle denkbaren Kontexte verfügbar zu halten. Ihm ist der schwierige Spagat gelungen, sowohl gewichtige eigene Formationen und Projekte auf die Beine zu stellen – bis hin zum eigenen Label – und trotzdem seinen Ruf als einer der begehrtesten Sidemen Europas beständig zu bestätigen, zu untermauern und kontinuierlich auszubauen. In diesem Atemzug präsentiert der „deutsche Weltklassebassist“ (Jazzthing) sein neues Trio. Dazu bedarf es der Zusammenarbeit visionärer Musiker, und auch die Wahl von Dieter Ilgs Wunschpartnern, zwei feinen Klangzauberern und Meistern ihres Handwerks, kann nur als Glücksgriff interpretiert werden: es sind der ausdrucksvoll-brillante Rainer Böhm am Piano und die kreative Wundertüte Patrice Heral an Schlagzeug und Kehlkopf. OTELLO ist die erste Produktion des Kontrabassisten Dieter Ilg, deren musikalische Grundlagen gezielt aus einem klassischen Musikwerk herrühren. Eine Art „Initialzündung“ dafür war die berühmte Kontrabassstelle im IV. Akt von  Giuseppe Verdis Oper „Otello“, die aus dem Orchestergraben heraus den Eifersuchtsmord des Venezianischen Admirals an seiner Gattin Desdemona vorbereitet. Seit Dieter Ilgs klassischem Kontrabassstudium an der Musikhochschule Freiburg  begleitet diese Melodie den Tiefton-Künstler bei seinen musikalischen Exerzitien. „Otello ist eine Inspiration“ sagt der 48jährige, „ein ständiger Entstehungs- und Entwicklungsprozess. Das Wichtigste an Otello ist für mich das dramatische Moment der Musik.“ Genau deshalb ist das vorliegende Album vielleicht Dieter Ilgs leidenschaftlichstes. Eine meisterliche, man ist geneigt zu sagen, kongeniale Bearbeitung. Das auf CD eingespielte Klangergebnis wird Verdis Meisterwerk der Opernliteratur in jedem Moment  gerecht. Mit großer Feinfühligkeit, einer  Prise Witz und scharf gefeilter Handwerkskunst werden die Melodien und harmonischen Wendungen des großen Italieners so selbstverständlich interpretiert, als wäre „Otello“ für dieses Trio (mit Rainer Böhm & Patrice Heral) gedacht gewesen. Den berühmten Feuerchor „Fuoco di gioia“ beispielsweise verwandeln Ilg & Co. in eine rhythmisch pulsierende Groovenummer, „Inaffia l’ugola“ verarbeiten sie in einem sich stetig steigernden Parforceritt, und bei „Quando narravi“, dem Gänsehautduett zwischen Otello und Desdemona, tupfen die Musiker ungemein sanfte Klänge hin, die die Zärtlichkeit zwischen den beiden Liebenden fühlen lassen. In „Ora e per sempre addio“ etwa ist Otellos Verzweiflung spürbar zu hören und im Titelstück selbst scheint die Musik zuletzt auf den Kontinent Afrika zuzutreiben. Famos. Der emotionale Gehalt und vorallem auch die Verdis Oper immanente Dramatik ist in der ganzen Bandbreite von Dynamik und Differenziertheit präsent. „Ich suchte und fand die Möglichkeit, Verdis Musik sowohl mit lyrischen Anteilen als auch mit dramatischen Momenten für meine Interpretationen und Improvisationen zu gestalten“, erklärt der Bassmann. Dazu bedarf es der Zusammenarbeit visionärer Musiker. Dieter Ilgs Wunschpartner waren und sind der ausdrucksvoll-brillante Rainer Böhm am Piano und die kreative Wundertüte Patrice Heral an Schlagwerk und Kehlkopf. Mit seiner ehrgeizigen „Otello“-Produktion beweist Dieter Ilg einmal mehr, dass man ihn völlig zu Recht zu Europas führenden Jazzmusikern zählt. Sein handwerkliches Können und seine enorme Musikalität haben sich längst herumgesprochen. Nicht zuletzt die Bereitschaft des neuerdings auch mit seinen Soloperformances Aufsehen erregenden Künstlers, seine Virtuosität in den Dienst dieses  Trios zu stellen, zeigt, wie wichtig Dieter Ilg dieses Projekt ist. Sein Ruf hat ihm in den zurückliegenden dreißig Jahren seiner Karriere so manche Kooperation mit international arrivierten Größen eingebracht. Unter anderem stand er mit Randy Brecker, Peter Erskine, Mike Stern, John McLaughlin, Dave Liebman, Mike Mainieri, John Abercrombie, Kenny Wheeler, Sadao Watanabe, Dino Saluzzi, Omar Sosa, Rabih Abou Khalil, Nils Landgren, John Surman, John Taylor, Enrico Rava, Paolo Fresu, Leszek Modzer, Daniel Humair, George Gruntz, Joachim Kühn, Albert Mangelsdorff, Till Brönner und Thomas Quasthoff auf der Bühne und/oder im Studio. Und das ist nur eine sehr kleine Auswahl. Nach seinen viel gerühmten Trioarbeiten, u. a. der ungemein inspirierten Bearbeitung deutscher und internationaler Volkslieder auf den Alben „folk songs“, „fieldwork“ und „liveilg“, nach dem intimen Dialog mit der Saxophonlegende Charlie Mariano und nach seinem faszinierenden Soloalbum „Bass“ (alle erschienen bei FullFat), gelingt Dieter Ilg einmal mehr ein stilistisches Crossover, das Authentizität aus der biographischen Rückkopplung schöpft. Der „deutsche Weltklassebassist“ (Jazzthing) ist zwar vornehmlich im Jazz zu Hause, seine bisherigen Veröffentlichungen haben aber auch immer wieder lustvoll Genregrenzen überschritten. Mit OTELLO erschließt sich Dieter Ilg jetzt eindrucksvoll den Klassiksektor. CD-Kritiken:

“ Mit OTELLO beweist Kontrabassist Dieter Ilg erneut, dass er vollkommen zu Recht als einer der führenden Jazz-Musiker Europas gilt.“ Musikmarkt, März 2010

„Eine Meisterleistung in Intensität, Interaktion und Interpretation. Dieter Ilg und sein Trio sind Weltklasse.“ Gitarre&Bass, März 2010

Man kann sich kaum satthören…..ein ruhiges, dezentes Album, dessen Wärme berührt.“ BZ, März 2010

„Dieter Ilg zählt zu den begehrtesten Kontrabassisten Europas.“ FonoForum, März 2010

„Dieter Ilg ist Fundament, richtungsweisender Gestalter und überragender Solist…..man spürt tief berührt dahinter die Feuer der ganz großen Emotionen dieser Oper lodern.“ RONDO März 2010

„Ein Meisterwerk großer Emotionen, ebenso feinsinnig wie detailreich frisch inszeniert und dabei von zeitloser Schönheit.“ hifi & records, April 2010

„Oper und Jazz vertragen sich offensichtlich bestens !“ Jazz´n more, Mai 2010

„…….einfach genial. Superb. Herausragend…..dieses Projekt wird mit Sicherheit Musikgeschichte schreiben.“   SZ, 2009